"In welchem Jahrhundert leben wir denn?!": Massaker an Indigenen im Amazonas

Massaker an Indigenen im Amazonas

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Foto: Guilherme Gnipper Trevisan
Quelle: 
brasil.agenciapulsar.org

Die unabhängige Nachrichtenagentur Amazônia Real sowie das Bundesministerium für öffentliche Angelegenheiten (MPF) bestätigten heute, daß mehr als 20 Indigene, die isoliert im äußersten Westen des Amazonas lebten, von illegalen Goldschürfern ermordet wurden. Die Tat wurde wahrscheinlich im August verübt.

Sie sind bekannt als “flecheiros” (port. von „flecha“ Pfeil) und wurden mutmaßlich in der Stadt São Paulo de Olivença, an der brasilianisch-kolumbianisch-peruanischen Grenze getötet.

Das Massaker ist kurz nach einem anderen tätlichen Angriff von Goldschürfern verübt worden. Erst im Mai ermordeten diese mehr als 20 Menschen, Zugehörige der Warikama Djapar im Vale do Javari, südwestlicher Amazonas.

Die NGO Survival setzte die Morde auf die Rechnung der Regierung Michel Temer. In ihrem Statement führen sie aus, daß Temer und sein Kabinett eine große Verantwortung für diesen Genozid trage und daß alle diese Menschen mit ihren Familien schon vor Jahren beschützt und ihnen das Recht auf ihr Land hätte zugesprochen werden müssen. Außerdem unterstütze die Regierung offen jene, die das Recht auf indigene Gebiete verletzten. Dies sei „extrem beschämend“. (pulsar/portal fórum)