AsylbewerberInnen der Gerhart-Hauptmann-Schule räumungsbedroht

AsylbewerberInnen der Gerhart-Hauptmann-Schule räumungsbedroht

Ab den morgigen Freitag um 6 Uhr morgens sind fünfzig AsylbewerberInnen räumungsbedroht, die die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin besetzen. Die grüne Bürgermeisterin des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg hatte bereits im Juli ein entsprechendes Räumungsersuchen gebilligt. Nach der Räumung soll die ehemalige Schule zu einem Flüchtlingsheim des Landes Berlin mit 140 Plätzen umgebaut werden.

Seit Dezember 2012 halten AsylbewerberInnen im Rahmen der anhaltenden Flüchtlingsprotesten die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule besetzt. Bei einem Räumungsversuch und der neuntägigen Belagerung der Schule durch die Polizei hatten einige gedroht, sich vom Dach zu stürzen, sollte die Polizei das Gebäude räumen. Nach Verhandlungen mit dem Bezirk hatten die AsylbwerberInnen ein Kompromiss unterschrieben. Sie durften in einem Teil des Gebäudes bleiben, während sie den anderen Teil für den Umbau zurückgaben. Zur Einigung mit dem Bezirk gehörten aber keine zentralen Forderungen der AsylbewerberInnen wie etwa das Bleiberecht. Doch diese Einigung wurde kurz darauf durch das Räumungsersuchen des Bezirks rückgängig gemacht.