Lidia Jorge ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Portugals. In ihrem Roman lässt sie tragende Figuren der Nelkenrevolution zu Wort kommen.
Die junge Journalistin Ana Maria Machado bekommt eine Rechercheauftrag angeboten für eine
Dokumentation des US-Senders CBS über die portugiesische Nelkenrevolution. Zuerst wehrt sie sich. Sie will mit Portugal und der Revolutionsgeschichte nichts mehr zu tun haben - aus persönlichen Gründen. Ihre Eltern, zu denen sie auf Distanz gegangen ist, gehörten zum inneren Kreis der Aufständischen. Doch schließlich reist Ana doch nach Lissabon. Nach und nach sucht sie mit zwei Freund*innen die alten Akteure der Nelkenrevolution auf und stößt auf teils gebrochene Menschen und gescheiterte Utopien. Doch für Ana beginnt durch den Dialog der Generationen ein Versöhnungsprozess mit der fantastischen Geschichte der Nelkenrevolution. Rezensentin Isa Bischoff war sowohl vom Roman als auch von Marianne Gareis` Übersetzung begeistert.

