Drittes Bußgeld für CSA wegen Luftverschmutzung in Rio de Janeiro

Drittes Bußgeld für CSA wegen Luftverschmutzung in Rio de Janeiro

Das Stahlwerk (CSA) in der Baía de Sepetiba, welches zu 73% dem deutschen Unternehmen Thyssen-Krupp gehört, wurde zum dritten Mal wegen Umweltsünden - dem inzwischen berühmt-berüchtigten "Silberregen" - mit einer Geldstrafe belegt. Die BewohnerInnen von Santa Cruz, einem Stadtteil im Osten von Rio de Janeiro, waren wieder einmal die Leidtragenden der "Entsorgung" von Giftmüll. Das transnationale Unternehmen wurde letzten Montag, den 29.10., auf 10.500.000 Reais (R$) verklagt. Es hatte erneute winzige, messerscharfe Silberpartikel geregnet, die aus der Produktion von Roheisen stammen und schwere Atemwegs- und Hauterkrankungen hervorrufen. Die Information kommt aus dem staatlichen Umweltinstitut (Inea). Das Stahlwerk muß außerdem 4.500.000 R$ für Bauarbeiten investieren, die Überschwemmungen der Region verhindern und 15.000 Bäume im Stadtgebiet pflanzen. Diese Maßnahmen verkündete letzte Woche der Umweltsekretär des Staates Rio, Carlos Minc und die Präsidentin des Umweltinstitus (Inea), Marilene Ramos.

Die juristischen Schritte gegen CSA wurden nach Kontrollen von Technikern der Inea am vergangenen Mittwoch festgelegt. Es hatte Beschwerden der AnwohnerInnen in Santa Cruz gegeben. Der Umweltsekretär des Staates Rio, Carlos Minc, sagte, sollte die Verschmutzung anhalten, könne gar eine Handelssperre gegen CSA verhängt werden. Minc erinnerte daran, daß im August 2010 die Inea CSA wegen des "Silberregens" auf 1.800.000 R$ verklagt hatte, da dieser schwere gesundheitliche Schäden bei der lokalen Bevölkerung in Santa Cruz provoziert hatte. Im Januar 2011 wurde das zweite Bußgeld von 2.800.000 R$ wegen des gleichen Vergehens im Dezember 2010 verhängt. In diesem Zeitraum wurde CSA - ebenfalls vom Sekretariat des Staates Rio (SEA) und der Inea verordnet - auf Investitionen von 14Mio. R$ in der Region verdonnert, als Kompensation für die geschädigten AnwohnerInnen. Das Geld floß in den Bau einer Klinik, die Kontrolle von Überschwemmungen und die Entschädigung der lokalen Fischer. (pulsar)