Schlag Acht. Die Geister kommen....
"Glaubt Ihr an Geister? Würdet Ihr Eurem Verstand trauen, wenn Euch einer begegnete? Seit Anbeginn der Zeiten begleiten durchscheinende, unfassbare Präsenzen Verstorbener die Menschheit. Und sie tun es bis heute: Geister sind tief in unserer (Pop-)Kultur verwurzelt. Sie spuken auf Bildschirmen, in der Literatur und der bildenenden Kunst, in Folklore und Mythen. Und auch im Theater sind sie zu Hause. Etwa bei William Shakespeare, einem Meister darin, Abwesendes zu beschwören - Stimmen, Gesichter, Körper, Geister. Am eindrucksvollsten gelingt ihm das in Hamlet. Zu Beginn des Stücks begegnet Hamlet dem Geist seines toten Vaters. Er erscheint aus dem Fegefeuer, beklagt, dass ihm die Sterbesakramente vorenthalten wurden, und fordert von seinem Sohn, seinen Tod zu rächen. Er löst damit einen Alptraum aus, der schließlich nicht nur seinen Bruder und Mörder vernichtet, sondern dazu noch Polonius, Ophelia, Laertes, Rosencrantz, Guildenstern, Gertrude und den eigenen Sohn. [...]"
(Anna Gojer, Dramaturgie)
Julia Riedler inszeniert Hamlet am Theater Freiburg. Sterna und die meike empfehlen das unkonventionelle Stück wärmstens für alle ab 16 Jahren, die auch mit Nebel, Benzingeruch, Suzidthematik und plötzlichen lauten Geräuschen umgehen können!
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HamletTF läuft am Donnerstag, 9. Juli um 20 Uhr im Kleinen Haus, Bertoldstr. 46
Nachtrag: Wir vergaßen die tollen Kostüme von Sophie Reble - die es schaffte, den Geistern auf der Bühne ganz ohne Betttuch eine geisterhafte Aura zu verleihen - und die solide Arbeit von Licht, Ton, Technik und Dramaturgie zu erwähnen. Ohne all die unsichtbaren Hände wäre die Umsetzung jedweden Theaterstückes gar nicht möglich. Ihnen galt neben der grandiosen Besetzung der frenetische Applaus!

