Tote Zonen, in denen weder Fische noch Pflanzen überleben können, sind an vielen Stellen in der Ostsee zu finden. Das bestätigen erste Ergebnisse der viertägigen Schiffstour von Greenpeace gemeinsam mit der Crew des Forschungsseglers „Malizia Explorer“ von Boris Herrmann vor der Küste Schleswig-Holsteins. Mehr als 90 Prozent der Ostsee sind überdüngt. Dadurch entstehen laut Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) sauerstoffarme oder in tiefen Wasserschichten sogar komplett sauerstofffreie Todeszonen. Um die Ostsee zu retten, aber auch das Grundwasser in Deutschland vor landwirtschaftlicher Überdüngung zu schützen, muss das Düngerecht von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) grundlegend korrigiert werden. Betriebe mit Tierhaltung produzieren Unmengen an Gülle. Landet zu viel davon auf dem Acker, wird das Grundwasser verschmutzt und die Ostsee zerstört.
Die Stoffstrombilanz, durch die Stickstoffüberschüsse auf Betriebsebene erfasst wurden, hat der Minister kurz nach seinem Amtsantritt abgeschafft. Durch das Verursacherprinzip konnten Landwirt:innen, die zu viel düngen, zur Verringerung verpflichtet werden. Nur auf drängen der EU wurde überhaupt, nach Androhung massiver Strafen, ein schärferes Düngerecht in der Vergangenheit eingeführt. Im Prinzip wischt sich der Bundeslandwirschaftsminister Alois Rainer (CSU) damit den Hintern ab und betätigt die Spüle. Damit ist das Problem aber erst da.
Greenpeace sammelt jetzt Daten und mobilisiert. Nicht nur Wale sterben in der Ostsee sondern ganz normale Fische. Konrad sprach mit Lasse van Aken, Greenpeece.
