Aktuelle Kunstausstellung im Slowclub : Vernissage: HAUS OF HORRORS + DER KLEINE LICHTBLICK

Vernissage: HAUS OF HORRORS + DER KLEINE LICHTBLICK

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House Of Horros im Slowclub Freiburg
Der Schwanz von dem Dino ist hier ein Bisschen sichtbar
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Quelle: 
eigenes Foto Nick rdl

Seit dem 3. April und bis zum 16. Mai präsentiert der Slowclub Freiburg die Ausstellung
„Haus of Horror und der Kleine Lichtblick“ der Künstlerinnen MORGULA MORTENSON und BELLA BOXFISH.

Freiburg ist eine Stadt der Ordnung.
Eine Stadt der Regeln – und vielleicht auch eine Stadt derer, die sie manchmal zu ernst nehmen.

Und doch: An beinahe jeder Straßenecke, inmitten der gepflegten Quartiere, tauchen sie auf – provisorisch, unscheinbar, manchmal beschriftet: Kisten, nein, kleine Ansammlungen von Dingen mit der simplen Geste „Zu verschenken“. Diese Objekte bewegen sich in einem prekären Zustand zwischen Gabe und Abfall. Was eben noch als Angebot im öffentlichen Raum stand, kann – durch Witterung, Zeit oder Eingriff – rasch zur unerlaubten Müllablagerung werden.

Die Grenze ist fragil. Und sie wird verhandelt: administrativ, ästhetisch, gesellschaftlich. Doch jenseits dieser Ordnungssysteme entfaltet sich eine andere Perspektive: die der Zirkulation, der Weitergabe, der stillen Übergabe ins Unbekannte. 

Denn jedes dieser Dinge trägt eine Geschichte in sich – oder vielmehr: das Potenzial unzähliger Geschichten. Sie wurden benutzt, vielleicht geliebt, vielleicht vergessen. Sie wurden verschenkt, abgegeben, aus der Hand gegeben – und damit auch aus der Kontrolle ihrer ehemaligen Besitzer*innen entlassen. Was bleibt, ist eine Leerstelle. Und genau hier setzen die Arbeiten von MORGULA MORTENSON und BELLA BOXFISH an.  

Dave und Nick sind für Radio Dreyeckland und für euch am Freitag bei der Vernissage von HAUS OF HORRORS + DER KLEINE LICHTBLICK gewesen.

„HAUS OF HORRORS + DER KLEINE LICHTBLICK“ verhandelt damit nicht nur den Status von Dingen, sondern auch den von Erfahrungen. Zwischen Wegwerfen und Bewahren, zwischen Abwertung und Aufladung, zwischen Kontrolle und Loslassen entstehen neue Bedeutungsräume. Und vielleicht liegt genau darin ihr leiser Widerstand: in der Behauptung, dass selbst im Übersehenen, im Ausgemusterten, im scheinbar Wertlosen noch etwas aufscheint – ein Rest von Möglichkeit, von Verarbeitungsprozessen und gemeinsamen Erfahrungen.  

Zur Vernissage-Webseite des Slowclub: https://www.slowclub-freiburg.de/veranstaltungen/vernissage-haus-horrors-der-kleine-lichtblick