BASF Verantwortung in Südafrika

BASF Verantwortung in Südafrika

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Portrait
Bishop Jo Seoka von der Bench Marks Foundation (Südafrika)
Quelle: 
Martina Backes

Bishop Jo Seoka aus Pretoria, Vertreter der südafrikanischen Bench Marks Foundation, hat am 30.4. die AktionärInnen der BASF dazu aufrufen, sich mit dem Massaker an den Bergarbeitern in Marikana und der daraus erwachsenen Verantwortung auch der BASF auseinanderzusetzten. Wir sprachen mit Jo Seoka über die Ergebnisse der Untersuchungskommission, welche die Vorgänge um das Massaker untersuchte und im März ihren Bericht vorlegte. 8:08

Letzte Woche (am 30.4.) tagte in Mannheim die Hauptversammlung der BASF, auf der der Vorstand seine Aktionäre um Entlastung bat. Bishop Jo Seoka  forderte als Vertreter der südafrikanischen Bench Marks Foundation das Unternehmen BASF auf, eine Stellungnahme zu dem Massaker abzugeben. Auch hatte der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre in Deutschland einen Gegenantrag eingereicht der empfiehlt, den Mitgliedern des Vorstands der BASF SE für das Geschäftsjahr 2014 keine Entlastung zu erteilen. Der Grund: Der Vorstand ist im Fall von Lonmin seiner Verantwortung in der Lieferkette nicht nachgekommen. BASF bezieht aus Südafrika Platin für die Herstellung von Fahrzeug-Katalysatoren. 10:10

ÜBRIGENS: BASF-Vorstandschef Kurt Bock wies die Forderung, einen Fonds für die Angehörigen zu gründen und 3,4 Millionen Euro darin einzuzahlen,  zurück. Zwar sei die Schilderung über die Vorgänge in der Mine bedrückend. Die BASF sehe sich aber nicht in der Position, in den Fonds einzahlen zu müssen. „Natürlich haben wir das verfolgt und waren auch bestürzt. Es ist aber außerordentlich schwer, aus der Distanz Urteile zu fällen.“ Eine Untersuchungskommission habe einen Bericht erstellt, der aber noch nicht veröffentlicht sei. Es sei deshalb schwierig, eine Stellungnahme zu Vorgängen abzugeben, die noch nicht hinreichend aufgeklärt seien.

Infos: https://basflonmin.wordpress.com/