Die Reportage - Queere Weimarer Republik

Die Reportage - Queere Weimarer Republik

Die Sendung ist aufgrund von GEMA-Beschränkungen nur noch 6 Tage 5 Stunden anhörbar.

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Quelle: 
Schwule Welle

Der Paragraf 175 existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Dennoch konnten Homosexuelle in der Zeit zwischen den Kriegen relativ frei ihr Leben führen - zumindest im Rahmen bestimmter Örtlichkeiten.
Das "Lila Lied" (Text: Kurt Schwabach / Musik: Mischa Spoliansky) entwickelte sich zur Hymne der "Queeren Weimarer Republik". Mehrere Organisationen bemühten sich, den umstrittenen Paragrafen abzuschaffen, der deutsche Arzt Magnus Hirschfeld war einer der Mitbegründer der Homosexuellen-Bewegung, aber schon im Kaiserreich engagierten sich Vorkämpfer wie Karl Heinrich Ulrichs um die Rechte der Lesben und Schwulen.
Bereits 1919 kam der erste schwule Film in die Kinos: "Anders als die Anderen" (Regie: Richard Oswald).
Und Berlin galt als Stadt, in der sich Homosexuelle in den dortigen Clubs relativ ungehindert treffen konnten. Während Metropolen wie Paris oder das in dieser Hinsicht rückständige London bei diesem Thema noch eher unbedeutend waren, entwickelte sich Berlin zur "Hauptstadt der Homosexuellen" - übrigens: auch der Begriff "homosexuell" ist eine deutsche Erfindung.
Viel hört man immer wieder über diese Zeit, aber wie war sie wirklich?
Wir sprechen mit Experten zu dem Thema, das "Bad Mouse Orchestra" spielt uns exklusiv das "Lila Lied" ein, wir beleuchten das queere Leben in Deutschland am Vorabend des Dritten Reiches.

Sprecher ist u.a. Peter Haug-Lamersdorf (u.a. Arte, Stimme der Freiburger Straßenbahnen, Schauspieler und Regisseur).

Eine Produktion der Schwulen Welle Freiburg.

Im Studio: Hartmut & Alex