Wieso Freihandel zwischen EU und Afrika bei den bestehenden Ungleichheiten keinen Sinn macht: "Economic Partnerships sind keine wirklichen Partnerschaften"

"Economic Partnerships sind keine wirklichen Partnerschaften"

9466164272_f0fe02c517_k.jpg

Greenhouse farming in Kitengela, Kenya
Bedroht durch die Economic Partnership Agreements: Tomatenanbau in Athi River Kenia
Quelle: 
flicker.com by Proparco
Seit 2002 verhandelt die EU mit den verschiedenen afrikanischen Regionalbündnissen neue Freihandelsverträge aus. Sie sollen die bisherigen bilateralen Verträge aus den 1970ern ersetzen. Diese gewährten den afrikanischen Staaten einen freien Marktzugang zum EU Markt einerseits sowie – in begrenztem Rahmen - die Möglichkeit für Schutzzölle andererseits. Vierzehn Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Cotonou Abkommens unterschrieben 2014 zahlreiche West- und Ostafrikanische Staaten die Abkommen. Die Ostafrikanische Union sollte nun bis zum 1. Oktober diesen Jahres unterschreiben. Ende September erklärten Kenia, Uganda, Tansania, Burundi, Ruanda und der Süd-Sudan, mindestens weitere drei Monate nachverhandeln zu wollen. Die EU drohte dem Staatenbund nun, den vereinfachten Zugang zum europäischen Markt auszusetzen. Wir sprachen mit Hilma Mote von der Regionalabteilung Afrika der International Trade Union Cofederation über die Auswirkungen der Freihandelsabkommen für die afrikanischen Ökonomien.