Nordirlandkonflikt aus Kindersicht: Guter Junge - Roman von Paul McVeigh

Guter Junge - Roman von Paul McVeigh

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Quelle: 
Wagenbach Verlag

Mickey ist etwa 12 Jahre alt und wohnt in einem katholischen Arbeiterviertel in Belfast. Dort wüten Anfang der 80er die "Troubles", wie der Nordirlandkonflikt in typisch britischem Understatement genannt wird. Mickey ist sensibel, intelligent, witzig und so gar kein zukünftiger IRA-Kämpfer. "Schwuli" wird er genannt. Dem übersteigerten Männlichkeitsideal in bewaffneten Konflikten kann und will er nicht standhalten. Als Klassenbester ist eigentlich das Gymnasium für ihn vorgesehen, aber die bitterarme Familie kann sich das nicht leisten. Mit großer Furcht sieht er deshalb dem Schulbeginn in seiner neuen St. Gabriels, einer IRA-Kaderschmiede entgegen. Aber der Junge verfügt über innere Kraft und unbeirrbaren Humor und bahnt sich seinen Weg. Ein zutiefst humanistischer Roman, der das Recht auf das eigene Ich über den Zwang zur Gruppenzugehörigkeit stellt, lobt Birgit Huber.