Nach dem Ende der Militärdiktaturen in den 1990er Jahren erlangten zivilgesellschaftliche Kräfte in allen Ländern Lateinamerikas stärkere Bedeutung und mit ihnen die Frage danach, wer die öffentliche Meinung dominiert.
Da die Presse auf dem gesamten Kontinent zumeist an private Unternehmen gebunden ist und eine Tradition öffentlich-rechtlicher Medien bisher kaum existiert, rückt der Konflikt um einen demokratischen Zugang zur Öffentlichkeit ins Zentrum vieler politischer Initiativen.
Der Journalist Malte Daniljuk sprach am Mittwoch, dem 23. Januar im Rahmen der Lateinamerikawoche 2008 über Politische Kämpfe um Medien in Lateinamerika und Venezuela.
Gibt es in Venezuela Meinungsfreiheit? Das wollte Heike Demmel von Radio Z Nürnberg von Malte Daniljuk wissen.
Malte Daniljuk ist freier Journalist und Autor. In dem Sammelband "Revolution als Prozess - Selbstorganisierung und Partizipation in Venezuela", der von Andrej Holm in Hamburg 2007 herausgegeben wurde, ist der Artikel "Gestaltung einer neuen Medienpolitik" von Malte Daniljuk veröffentlicht worden.
