Nach den Parlamentswahlen Anfang März diesen Jahres finden am kommenden Sonntag, dem 31. Mai 2026, in Kolumbien die Präsidentschaftswahlen statt. Aus dem Amt scheidet Gustavo Petro, der erste linke Regierungschef in der Geschichte des modernen Staates Kolumbien. Die Fortführung seiner Politik obliegt seinem designierten Nachfolger Iván Cepeda, der nach einem gewaltsamen Wahlkampf und trotz zahlreicher Fake-News-Kampagnen gegen ihn in den derzeitigen Umfragen vorne liegt. Die Regierung unter Gustavo Petro hatte sich zuletzt durch Renten- und Arbeitsrechtreformen einen guten Rückhalt in der Bevölkerung verdient - doch die Opposition kritisierte ihn auch zunehmend für seinen autoritären Regierungsstil, beispielsweise bei der Umgehung rechtlicher Instanzen.
Gemeinsam mit Juan, einem Journalisten aus Medellín, gehen wir auf ein paar der Themen und Hintergründe dieser Wahl in Lateinamerika ein.
