Von Grace Slick bis Bikini Kill, von Tina Turner bis Billie Eilish, von Patti Smith bis Taylor Swift – in mehr als vierzig originellen Porträts erzählen Kersty und Sandra Grether so einfühlsam wie mitreißend und humorvoll von starken Sängerinnen und Rockgöttinnen, die das Genre sprengten und Grenzen überschritten. Was verbindet die großen Musikerinnen über die Jahrzehnte hinweg, wogegen kämpften sie an? Wäre etwa Phoebe Bridgers ohne Joni Mitchell denkbar? Wieso konnten die 70er Jahre weder Yoko Ono noch Karen Carpenter verkraften? Und hat PJ Harvey den Feminismus verraten? Und wie nebenbei ergibt sich auch noch eine faszinierende Heldinnenerzählung, in der die Grether-Schwestern ihre emanzipatorischen Kämpfe Glitzerrevue passieren lassen und in den jeweiligen Zeitgeist einordnen.
Eva spricht mit Sandra und Kersty Grether über ihr Buch Rebel Queens: diesmal keine Underground-Heldinnen, sondern die Frauen, die den Mainstream von innen heraus aufgemischt haben. In der ersten Folge des Vierteilers reden sie u.a. darüber, warum Chrissie Hynde und Björk am Ende doch nicht ins Buch gepasst haben, was es mit dem Begriff „Ausnahmefrau" auf sich hat, den sie beide so sehr hassen. Und, warum subjektiver Musikjournalismus der ehrlichere ist. Außerdem: Skills Shaming, Schlankheitswahn und die Frage, warum Pete Doherty als Drogenheini trotzdem nie sein Können in Frage gestellt bekam – Amy Winehouse aber schon.
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Playlist:
01) Jefferson Airplane - White Rabbit
02) The pretenders - I'll stand by you
03) Bikini Kill - New Radio
04) Donna Summer - I feel love
05) Sleater-Kinney - Say It Like You Mean It
06) Lassie Singers - Hamburg
07) Cat Power - The Greatest
08) Peaches - Fuck the Pain away
09) Amy Winehoue - Back to Black
10) Courtney Barnett - Depreston

