Gegen das „Nordische Modell“!: Solidarität mit Sexarbeitenden

Solidarität mit Sexarbeitenden

Ein Verbot schadet allen“ titelt die Gewerkschaft ver.di in ihrer aktuellen Mitgliederzeitung und schreibt weiter: „Statt Prostitution zu verbieten, gilt es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Sexarbeiter*innen zu verbessern.„ Die Gewerkschaft reagiert damit auf aktuelle und wiederholte Forderungen vor allem aus der CDU, Kund*innen von Sexarbeitenden nach dem in Skandinavien gängigen Modell zu kriminalisieren. Dies würde aber das Stigma weiter verschärfen, Sexarbeiter*innen selbst an den Rand der Legalität drängen und damit die Arbeitsbedingungen verschlechtern. Davon sind die Sexarbeitendenselbstorganisationen wie BSD (BSD - Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V. Berlin) und BeSD (Bundesverband erotische und Sexuelle Dienstleistungen) überzeugt und kämpfen seit Jahren für eine Gleichstellung der Sexarbeit mit anderen Berufen in der Dienstleistungsbranche. Auch innerhalb der Linken hat sich die Gruppe „Linke für Solidarität und Selbstbestimmung“ gegründet. Sexarbeiter*innen und Verbündete stemmen sich hier gemeinsam gegen die Forderung von Rechts nach einer „Welt ohne Prostitution“. Dort heißt es: "Als bundesweites, linkes Interessennetzwerk setzen wir uns dafür ein, strukturelle Ursachen wie Armut, Prekarität und Ausschluss zu bekämpfen und Sexarbeitende zu schützen und zu entkriminalisieren. Unser Ziel ist eine Politik, die echte Selbstbestimmung ermöglicht und Sicherheit statt Stigma schafft."

Es gibt bereits eine Petition. Diese könnt Ihr hier mitzeichnen.

Ihr könnt um die Kampagne zu unterstützen auch kostenlose Sticker „Kein Sexkaufverbot!“ bestellen.

„Reformen und Partizipation statt Verbotspolitik! Redet mit uns!“