Österreichs Regierung zerbricht an Ibiza-Video: "Wir sollten nicht die Illusion haben, dass es das Ende der FPÖ ist"

"Wir sollten nicht die Illusion haben, dass es das Ende der FPÖ ist"

Wien_-_Demo_gegen_Regierung_Kurz_am_Angelobungstag,_Heldenplatz.JPG

Demonstrationen gegen die rechte Regierung von Kanzler Kurz wie hier am 17.12.2017 gibt es nicht erst seit dem Ibiza Video
Demonstrationen gegen die rechte Regierung von Kanzler Kurz wie hier am 17.12.2017 gibt es nicht erst seit dem Ibiza Video
Quelle: 
Bwag (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wien_-_Demo_gegen_Regierung_Kurz_am_Angelobungstag,_Heldenplatz.JPG), „Wien - Demo gegen Regierung Kurz am Angelobungstag, Heldenplatz“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

Am Freitagabend veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein Video mit dem Österreichischen Vizekanzler und Vorsitzenden der rechtsradikalen Partei FPÖ Heinz-Christian Strache. Das Video entstand vor zwei Jahren auf Ibiza. Heinz-Christian Strache und sein Fraktionsvorsitzender Johann Gudenus trafen sich dort mit einer angeblichen Russischen Oligarchin. Die beiden redeten ganz offen darüber, wie die Oligarchin die größte österreichische Zeitung aufkaufen könnte und dann die Redaktion mit FPÖ freundlichen JournalistInnen besetzen könnte.

Die Veröffentlichung des Videos führte zum Zusammenbruch der rechten Regierungskoalition in Österreich. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte Neuwahlen für September an. Noch ist allerdings unklar was bis dahin passiert.

Wir haben mit Thomas Oysmüller geredet, er ist Redakteur der Zeitung Malmoe in Wien. Er gibt erste Einschätzungen wie es mit der FPÖ weitergeht und erklärt warum es für Kanzler Sebastian Kurz in Ordnung ist, wenn die FPÖ MigrantInnen mit Ratten vergleicht, aber nicht, wenn Strache über die Kontrolle der Presse fantasiert.