Es tut sich etwas im Umgang mit der kolonialen Vergangenheit: Zum Gedenken an die Übergabe der Dibobe-Petition 1919

Zum Gedenken an die Übergabe der Dibobe-Petition 1919

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Martin Dibobe Zugführer
Martin Dibobe Zugführer
Quelle: 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9a/Martin_Dibobe_Zugf%C3%BChrer_1902.jpg

Martin Dibobe kam als junger Mann 1896 aus Kamerun nach Berlin zur sogenannten „Völkerschau“. Dort wurden Menschen aus afrikanischen Ländern als lebendige Ausstellungobjekte zur Schau gestellt. Dibobe blieb in Berlin, machte eine Schlosserlehre und arbeitet bei der Bahn als Zugführer,was ein angesehener Beruf war und er engagierte sich politisch. Sein Werdegang war für einen Schwarzen in der damaligen deutschen Gesellschaft sehr außergewöhnlich. Seit drei Jahren erinnert vor seinem ehemaligen Haus in Berlin eine Gedenktafel an ihn. Seit dem 23. Juli erinnert eine zweite Gedenktafel an die Übergabe der so genannten Dibobe-Petition im Reichskolonialministerium im Sommer 1919.

Was es mit dieser Petition auf sich hat, erklärt Christian Kopp von Berlin Postkolonial. Der Verein hat die Informations- und Gedenktafel mit innitiert.