Rolf Geffken über Strukturkonservatismus und Co-Management in der IG Metall: Zur selbstverschuldeten Spaltung der Belegschaft bei VW

Zur selbstverschuldeten Spaltung der Belegschaft bei VW

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Quelle: 
https://www.youtube.com/watch?v=qNW2dGKGDRA

Mit Werkverträgen unterlaufen Unternehmen gerne mal die Lohnansprüche "ihrer" Arbeiter*innen. Gewerkschaften wie der IG Metall ist dieses Phänomen durchaus bekannt. Das Allheilmittel, nämlich ein Tarifvertrag, auch für werkvertraglich gebundene Arbeiter*innen, stellt sich jedoch als Placebo heraus. Seit 2017 gibt es bei VW  auf dem Papier keine sogenannten Scheinwerksverträge mehr. Die Spaltung der Belegschaften besteht weiterhin.

Rolf Geffken ist seit 1977 Fachanwalt für Arbeitsrecht und profilierter Kritiker gewerkschaftlicher Arbeit. Für ihn steht fest, allzu häufig vergibt die Metallgewerkschaft Gelegenheiten die Arbeitsverhältnisse ihrer Mitglieder zu verbessern. Die Nähe zum Management verhindere eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Kapitalseite und schaffe eine "Kultur der Angst" unter den Beschäftigten. Gleichzeitig schreckten viele Linke davor zurück die Co-Managementstrukturen bei VW zu thematisieren, so Geffken.