Die extreme Rechte entwirft schon wieder eifrig einen neuen Mutterkult. Es mag angesichts des aufgeladenen Worts überraschen: Eine Mutter ist einfach eine Person mit Kindern. So ähnlich wie Väter. Nur dass von Vätern keine naturgegebene romantische Vaterliebe erwartet wird. Und sie sind auch nicht gleich Rabenväter wenn sie diesem Druck nicht standhalten. In den vorgestellten Romanen sind Mütter Arschlöcher, Menschen mit existentiellen Sorgen, liebevolle Ansprechpartner*innen. Sie übernehmen Verantwortung oder verweigern sie - so divers wie Menschen eben sind.
Lukas Bärfuss - Königin der Nacht
Lena Gorelik - Alle meine Mütter
Oliwia Hälterlein - Wir Töchter

