In Chile und Südafrika prägen koloniale Enteignungen und gewaltsame Vertreibungen bis heute, wem Grund und Boden gehören. Weil Südafrika sich um Landreformen bemüht, planen die USA Sanktionen. Südafrikanischen Staatsbürger*innen, die das Gesetz zur Landreform verabschiedet haben – oder umsetzen – sollen Visa entzogen werden. Pretoria bezahle den Preis dafür, auf den Protest der USA nicht einzulenken, schrieb US-Botschafter Bozell in der Zeitung Daily Maverick. Daraufhin bestellte Südafrikas Außenministerium den Botschafter ein. In Chile kämpfen die Mapuche seit 450 Jahren um ihr Land. Seit der Pinochet Regierung entstand eine postkoloniale Bewegung, um die historischen Ländereien direkt zurückzufordern. Welche Folgen hat es für die Menschen vor Ort, wenn historisch Privilegierte noch immer geraubtes Land besitzen?
Ein Beitrag von Finja Naundorf, Nele Spürkmann, Raphael Fröhlich. Sie studieren in Freiburg Sozial- und Kulturanthropologie. Der Beitrag entsand im Rahmen des Praxisseminars »Friedensinitiativen im Radio hörbar machen« gemeinsam mit dem südnordfunk.
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