Carmen Spitta kam für den 13. und 14. Oktober 2026 aus Frankfurt am Main, um an zwei Freiburger Schulen über die Vernichtungsgeschichte ihrer Familie zu berichten. Der Interkulturelle Verein FAIRburg hat im dritten Jahr die Schulbesuche organisiert, begleitet und moderiert.
Anfangs wird der kurze Film von Dáša Raimanová über Carmen Spitta gezeigt, der 2023 über ihre Reise nach Auschwitz entstanden ist. Der Film kann unter diesem Link angeschaut werden: „Meine Ermordete Familie. Sinti und der Holocaust“ .
Anschließend gibt es ein moderiertes Gespräch, in dem Carmen Spitta aus ihrer Jugend und aus ihrem Leben heute erzählt und dann können die Schülerinnen und Schüler auch Fragen an sie richten.
Dieses Jahr wurde in beiden Schulen die Frage gestellt, was Sinti überhaupt sind. Es ist nicht einfach, zu beschreiben, was Sinti sind, ohne das diskriminierende Z-Wort zu verwenden. Für die Antwort dafür, was Sinti sind, hat Carmen Spitta hat sich entschieden trotzdem das "Z-Wort" bei ihren Schul-Besuchen auszusprechen.
Carmen Spittas Großmutter wurde mit 22 weiteren Familienmitgliedern von Mechelen in Belgien nach Auschwitz deportiert. Carmens Onkel Rudi ist dort durch die menschenverachtenden medizinischen Versuche qualvoll gestorben. Carmen Spittas Mutter Melanie Spitta ist 1946, kurz nach der Befreiung, in Hasselt in Belgien geboren.
Wir danken den Lehrern Herrn Philippi von der Staudinger Gesamtschule und Herrn Seitz vom Theodor-Heuss-Gymnasium für die Umsetzung, für die Anteile an der Finanzierung und für den freundlichen Empfang.
Für die Förderung der Schulbesuche zum Thema Antiziganismus danken wir dem Amt für Migration und Integration.

