Die neuen deutschen Medienmacher*innen warnen davor, "einen großen Teil der migrantischen Bevölkerung zu vernachlässigen."
Hintergrund ist die geplante Einstellung des "des einzigen interkulturellen und mehrsprachigen" ARD-Programms COSMO. Nach den derzeitigen Plänen soll dies am 1. April 2027 passieren. Mehr als 500 migrantische Organisationen, Initiativen sowie weitere Unterstützende aus Kultur, Wissenschaft und Politik wollen dies jedoch nicht akzeptieren: "Es ist ein historischer Moment: Noch nie hat sich die deutsche Einwanderungsgesellschaft in dieser Breite und Geschlossenheit für medienpolitische Forderungen zusammengeschlossen." Initiiert wurde das Bündnis von den Neuen Deutschen Medienmacher*innen und fordert, COSMO stattdessen zum "starken, bundesweiten ARD-Gemeinschaftsprogramm" auszubauen, denn: "Mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte."
Unter vielen anderen dabei: Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), die Initiative 19. Februar, die Bildungsinitiative Ferhat Unvar und die Sinti Union Schleswig-Holstein.
Deren Kelly Laubinger, Geschäftsführerin sagt:
„Wir kennen Unsichtbarkeit. Und wir wissen, was es bedeutet, wenn Mehrheitsinstitutionen entscheiden, dass bestimmte Communitys nicht adressiert werden müssen. COSMO war eine Ausnahme von dieser Regel. Eine, die es zu erhalten gilt.“
Die parallel laufende Petition könnt ihr hier mitzeichnen: „Save Cosmo“
