Klinikschließung in Breisach: Kein Plan fürs Personal von der Heliosgruppe

Kein Plan fürs Personal von der Heliosgruppe

Helios.jpg

Lizenz: 
Keine (all rights reserved)
Quelle: 
FAU München

Im Sommer kündigte die Helios Kinlikengruppe mit über 80 Kliniken in ganz Deutschland an, den Standort in Breisach zu schließen. Bislang wurden jedoch nach Angaben des Betriebsrats noch keine Gespräche mit den Beschäftigten geführt. Über Situation des Personals und einem möglichen Sozialplan oder einer Alternative zur Schließung wurden bisher nicht diskutiert. Verdi Südbaden fordert Helios in einer Pressemitteilung zum Handeln auf:

„Man spricht von Umstrukturierung, von wirtschaftlicher Notwendigkeit – aber gleichzeitig bleibt offen, welche Versorgungslücken entstehen und was mit den Beschäftigten passieren soll. Das erzeugt Misstrauen und Angst“, so Franziska Pfab, ver.di Gewerkschaftssekretärin im Gesundheitswesen. Dazu gehöre verbindliche Zusagen zu Versetzungen, Qualifizierungen, Übernahmeangeboten und Abfindungen.

Neben den Beschäftigten bleibt auch die Frage nach der Gesundheitsversorgung für die Menschen des westlichen Kaiserstuhls und dem Oberrheingraben offen. Wohnortnahe Kliniken im ländlichen sind für viele Patient*innen alternativlos oder nur schwer durch Unikliniken oder große Krankenhäuser in Städten auszugleichen.

„Wenn ein Konzern wie Helios, der bundesweit Gewinne einfährt, in einer kleinen Stadt wie Breisach ein Krankenhaus dichtmacht, dann hat er wenigstens die Pflicht, für einen fairen Ausgleich zu sorgen und Perspektiven zu schaffen,“ so Pfab.

Verdi Südbaden kündigt Unterstützung für den Betriebsrat und die Beschäftigten an und schließe nicht aus den öffetnlichen Druck weiter zu erhöhen.