„Keine Stellvertreterpolitik“ – Jugendliche Flüchtlinge organisieren sich selbst

„Keine Stellvertreterpolitik“ – Jugendliche Flüchtlinge organisieren sich selbst

P1030987-300x225.jpg

Jugendliche Ohne Grenzen
Quelle: 
Jugendliche Ohne Grenzen

Wenn ab Mittwoch in Bonn die Bundesinnenministerkonferenz stattfindet, tagen die Minister_innen nicht alleine. Parallel gibt es eine Protestkonferenz unter dem Motto: „Willkommenskultur! Bleiberecht für ALLE, jetzt sofort!“

Organisiert wird die Gegenkonferenz von der Organisation „Jugendliche ohne Grenzen“, denn die jugendlichen Flüchtlinge wollen nicht mehr Opfer staatlicher Ausgrenzung sein, sondern ihre Sache selbst in die Hand nehmen.

In Bonn vergeben sie daher nicht nur einen Preis an Initiativen, die sich für die Belange von Flüchtlingen einsetzen, sondern rufen auch zu einer Demo auf - am Donnerstag, den 12. Juni.

Im Rahmen dieser Demo wird auch der Abschiebeminister gewählt. Wer wohl dieses Jahr den Preis davonträgt?

Auf ihrer Homepage zitieren die „Jugendlichen ohne Grenzen“ Goethe mit den Worten: „Toleranz sollte nur ein vorübergehender Zustand sein, er muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen“

Nelli Foumba Soumaoro kennt das Leben im Duldungsstatus aus eigener Anschauung. Er ist Pressesprecher von „Jugendliche ohne Grenzen“ und spricht mit uns im Interview über die besonderen Schwierigkeiten junger Flüchtlinge, über „Jugendliche ohne Grenzen“ und über das geplante „Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung.“