AfD-Parteitag in Erfurt: Ein Stocken in der Bewegungsdynamik?

Ein Stocken in der Bewegungsdynamik?

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Aktivisti von Widersetzen auf der A71 Richtung Erfurt
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Quelle: 
dtm

Das antifaschistische und überregionale Aktionsbündnis "Widersetzen" hat auch am vergangenen Samstag, dem 04. Juli 2026 Störaktionen gegen den Bundesparteitag der AfD in Erfurt durchgeführt. Dabei kam es in keinster Weise zu einem "Endgame-Szenario", wie es beispielsweise die "Welt" zuvor noch skizziert hatte. Das Geschehen um den Parteitag blieb überwiegend friedlich. Das lag unter anderem daran, dass die Straßenblockaden, mit denen die Zufahrt der AfD-Delegierten auf das Messegelände in Erfurt hätte verhindert werden sollen, von den Parteimitgliedern der AfD um ein paar wenige Stunden umschifft wurden. Die Bereitschaftspolizei, die zum größten Einsatz in der Landesgeschichte Thüringens angerückt war, ging also sparsam gegen die Protestierenden vor, denn eine unmittelbare Notwendigkeit die Blockaden zu räumen war nun nicht mehr gegeben. Die AfD konnte ihren Parteitag mit nahezu vollständiger Anzahl der erwarteten Teilnehmenden abhalten während die Polizei die Protestierenden aus dem Aktionsbündnis walten lassen und mit vergleichsweise wenig Gewalt "hart durchgreifen" konnte.

Auch wenn die Blockaden dieses Mal nicht besonders effektiv waren: Das Aktionsbündnis Widersetzen hat in Erfurt gezeigt wie groß sein Potenzial ist im Kampf gegen Rechts zu mobilisieren. Alleine aus Freiburg machten sich etwa 850 Menschen auf den Weg, viele davon beteiligten sich zum ersten Mal an einer Aktion zivilen Ungehorsams. Sie fanden sich gegen 6 Uhr morgens auf der A71 westlich der thüringer Landeshauptstadt wieder. Radio Dreyeckland war mit den Aktivisti vom gelben Aktionsfinger auf der Autobahn und begleitete sie von dort bis zum Parkplatz vor dem Messegelände, wo die große angemeldete Kundgebung sie fast schon feierlich empfing. 

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dtm