Jüdische Geschichte in Südbaden wird verfilmt: Konrad Goldmann und der Markenhof in Zähringen-Burg

Konrad Goldmann und der Markenhof in Zähringen-Burg

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Auf einer Smalen Mauer mit weißem Zaun ist eine goldene Tafel angebracht. Auf dieser finden sich Informationen zur jüdischen Vergangenheit des Markenhofs in drei Sprachen.
Eine Gedenktafel am historischen Gebäude des Markenhofs informiert über die jüdische Vergangenheit des Ortes.
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JR Photography / RDL

Der Markenhof in Kirchzarten-Burg blickt auf eine interessante und bewegende Geschichte zurück. Denn in den Jahren 1919 und 1925 begründete der Freiburger Jude, Ingenieur und Unternehmer, Konrad Goldmann, dort einen Lehrhof für jüdische Auswander*innen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Etwa 300 Menschen erlernten in dieser Zeit landwirtschaftlich zu arbeiten. Der Markenhof stellte einen zentralen Ort der zionistischen Bewegung mit überregionaler, sogar internationaler Bedeutung dar. Konrad Goldmann siedelte aber nicht in das noch zu gründende Israel aus, sondern versuchte erst in der Schweiz und später in Südfrankreich sein Glück. 1942 wurde er von der Gestapo gefasst und in das Konzentrationslager Dancy bei Paris deportiert. Neun Tage später starb Konrad Goldmann dort.

Über Konrad Goldmann und den Markenhof entsteht nun ein Dokumentarfilm - genauer gesagt, ist er schon fast fertig. Radio Dreyeckland bekam die Gelegenheit mit der israelischen Filmemacherin Aviva Rabinovich zu sprechen, die den Film produziert. Sie hat eine familiäre Beziehung zu dem Protagonisten des Films, denn Konrad Goldmann war ihr Großonkel. Im Gespräch erläutert sie die Geschichte von Konrad Goldmann und vom Markenhof, als zionistisches Lehrgut. Sie beschreibt auch die familiäre Verbindung, die durch Aviva Rabinovichs Vater bestand. Zu Anfang jedoch, schildert Aviva Rabinovich, wer Konrad Goldmann in ihren Augen gewesen ist: 15:54

Im zweiten Beitrag geht es konkret um den Dokumentarfilm. Aviva Rabinovich legt dar, was sie zu den Dreharbeiten bewegt hat. Außerdem kommt Nathan Lifschitz zu Wort - der Regisseur der Dokumentation: 26:54

Die am Ende des Gesprächs erwähnte Jüdische Kulturinitiative (in Federführung von Gabriela Schlesiger), ist auf folgender Website aufzufinden: jk-i.de

 

Autor*in

jr