Medienbehördenchef will UKW Verbreitung von freien Radios 2015 in Baden-Württemberg beenden

Medienbehördenchef will UKW Verbreitung von freien Radios 2015 in Baden-Württemberg beenden

In einem Grusswort zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung -Sozialer Zusammenhalt durch Bürgerrundfunk- hat der amtierende Präsident der Stuttgarter Medienbehörde LFK , Thomas Langheinrich, die Abschaltung der neun im Lande Baden-Württemberg tätigen freien Radios für das Ende ihrer UKW-Sender Zuweisung 2015 angekündigt.
Er, Langheinrich, sei allenfalls bereit, über ein „best of“ Freie-Radios auf einem DAB Multiplex in einen Dialog mit diesen einzutreten. Ansonsten reiche die Hilfestellung seiner Behörde allenfalls für ein besseres Andocken im Web 2.0. durch die "kleinen Inseln". (oton im Zusammenhang)

Der hauptamtliche Direktor der Medienbehörde erntete für seinen Vorstoss in Reaktion auf die 1. Lesung einer Mediengesetznovelle vom Donnerstag, die die Verpflichtung zur Bereitstellung von um 1,7 Mio € erhöhten Mitteln der Rundfunkgebühren auch für nichtkommerzielle Radios ohne Restriktion verpflichtend festschreibt, allgemeines Unverständnis. Zu offenkundig war für alle ca. 100 Teilnehmer der Tagung , dass der Behördenchef entweder provozieren wollte oder aber von der Sache seiner Behörde nichts versteht oder beides.

Die Tatsache, dass der (UKW) Hörfunk – mit ca. 320 - 400 Millionen Endgeräten incl. Autos und Smartphones in Deutschland - als allseitig -ohne jene spezielle Zugangsvermittlung terrestrisch empfangbares, kostenloses und in der gesellschaftlichen Praxis gebräuchlichstes Massenkommunikations Medium der freien gesellschaftlichen Kommunikation unverzichtbar ist und weder durch die – trotz Millionen Subvention - erneut scheiternde Übertragungstechnik DAB Plus noch das Internet abgelöst werden kann, scheint dem aus Rundfunkgebühren hochdotierten Behördenchef, trotz seiner mittlerweile dreimalig gescheiterter Proklamation des neuen digitalen Hörfunk-Zeitalters (DAB/DAB Plus, Handy TV-Standard) gänzlich entgangen zu sein.
Dass aber ein Behördenchef, dessen notorische Versenkung von bald dreistelligen € Millionen der Rundfunkgebührenzahler für nicht akzeptierte digitale Rundfunkstandards noch immer von der neuen grün-roten Mehrheit im Amt gehalten wird, ist bemerkenswert,

Ausschnitte aus der Tagung sind hier dokumentiert: www.freie-radios.net

Am 25.10.2012 erreichte Radio Dreyeckland eine Gegendarstellung vom Präsidenten der Landesanstalt für Kommunikation, Thomas Langheinrich:

Gegendarstellung

Im Telemedien-Angebot "radio dreyeckland 102.3 mhz" werden in dem Bericht "Medienbehördenchef will UKW Verbreitung von freien Radios 2015 in Baden-Württemberg beenden" vom 13.10.2012 Behauptungen über den Präsidenten der Landesanstalt für Kommunikation Baden Württemberg (LfK) aufgestellt.

1. Es wird behauptet: "In einem Grusswort zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung -Sozialer Zusammenhalt durch Bürgerrundfunk- hat der amtierende Präsident der Stuttgarter Medienbehörde LFK , Thomas Langheinrich, die Abschaltung der neun im Lande Baden-Württemberg tätigen freien Radios für das Ende ihrer UKW-Sender Zuweisung 2015 angekündigt."

Diese Aussage ist unwahr. Der Präsident der LFK hat keine Abschaltung der UKW-Sender zum Ende der Zuweisungsfrist 2015 angekündigt.

2. Ferner wird behauptet, die LFK habe einen "CDU-Behördenchef".

Dies ist unwahr. Der Präsident der LFK ist nicht Mitglied der CDU, sondern parteilos.

3. Ebenso unwahr ist der durch die Behauptungen,

- "durch die - trotz Millionen Subventionen - erneut scheiternde Übertragungstechnik DAB Plus"

- "seiner mittlerweile dreimalig gescheiterter Proklamation des neuen digitalen Hörfunk-Zeitalters (DAB/DAB Plus, Handy TV-Standard)"

- "Dass aber ein Behördenchef, dessen notorische Versenkung von bald dreistelligen € Millionen der Rundfunkgebührenzahler für nicht akzeptierte digitale Rundfunkstandards noch immer von der neuen grün-roten Mehrheit im Amt gehalten wird, ist bemerkenswert,"

erzeugte Eindruck, die LfK habe unter dem Präsidenten Thomas Langheinrich bald dreistellige € Millionen für die Förderung der digitalen Rundfunkstandards DAB/DAB Plus, Handy TV-Standard ausgegeben.

Richtig ist,dass unter dem Präsidenten Thomas Langheinrich die Förderung der digitalen Rundfunkstandards DAB/BAB Plus, Handy TV-Standard ab dem Jahre Jahr 2007 eingestellt wurde. In den beiden ersten Amtsjahren (2005 und 2006) des Präsidenten Thomas Langheinrich wurden durch die LfK insgesamt weniger als 3,2 Mio für die Förderung DAB/DAB Plus, Handy T-Standard ausgegeben.

Stuttgart, den 25.10.2012

Landesanstalt für Kommunikation
Baden-Württemberg
Der Präsident
Thomas Langheirich (unterzeichnet)

PDF iconDie Gegendarstellung (Scan des Fax) als PDF