Frankreich: Nationalversammlung unterstützt etwas mehr Transparenz bei Arzneimittelpreisen

Nationalversammlung unterstützt etwas mehr Transparenz bei Arzneimittelpreisen

Bei ihren Haushaltsberatungen hat die französische Nationalversammlung am gestrigen Dienstag einen Paragraphen für etwas mehr Transparenz über Arzneimittelpreise unterstützt. Das meldet die humanitäre Organisation "Ärzte der Welt", die diesen Fortschritt gleichzeitig begrüsst.

Demnach sollen Pharmakonzerne nun offenlegen, wieviel öffentliche Förderung sie zur Forschung und Entwicklung von einzelnen Arzneimitteln erhalten haben. Diese Offenlegung soll dafür sorgen, dass die Gesundheitssyteme die diese öffentliche Förderung bei ihren Preisverhandlungen mit den Pharmakonzernen berücksichtigen können.

Es soll etwas Abhilfe dagegen schaffen, dass die Allgemeinheit diese Arzneimitteln womöglich doppelt bezahlt: Das erste Mal bei der Förderung derer Entwicklung, das zweite Mal bei dem Kauf von Arzneimitteln.

Dieser Paragraph kam durch den Druck von humanitären und Verbraucherinnenschutzorganisationen zustande. Hintergrund für diese Forderung waren besonders die europäische Markteinführung von neuen Therapien gegen Krebs und seltene Krankheiten.

Ärzte der Welt ruft den Senat als zweite Parlamentskammer dazu auf, diesen Paragraphen ebenfalls zu unterstützen.

(mc)