Nach dem Ausschuss für Schule und Bildung (ASW 25.6.20): Ohne CoViD-19 Reihentestung zurück in die Grundschulen

Ohne CoViD-19 Reihentestung zurück in die Grundschulen

Ab Montag, 28.Juni 2020 wird es auch in Freiburgs 30 Grundschulen wieder rund gehen (bis zur next SARS-Cov-2 Infektion) - so der Wille der Kultusministerin Eisenmann.
Da 1.-4.-Klässeler nicht vom Kontakt untereinander abgehalten werden können und auf  den Schulwegen ohnehin nicht, soll in möglichst geschlossenen Klassen-Schulgruppen mit möglichst dem gleichem Lehrpersonal gearbeitet werden.
Letzeres wird zwar genauso wie die das städtische Personal in KITAS weder zu Beginn, noch gar regelmässig auf den Virus SARS CoV-2 Reihen untersucht. Die geschlossenen Gruppen bieten jedoch den Vorteil nicht gleich ganze Schulen in Quarantäne schicken zu müssen - wenn es zur Infektion kommt.

Nach dem Bericht des Amtsleiter Maier im gemeinderätlichen ASW am Donnerstag 25. Juni 20 konnte zwar viel begleitendes Personal von der Stadt als Träger organisiert werden. Damit  soll  neben den 4 Zeitstunden Unterricht /ca. 8-12 Uhr/ begleitend eine Schulbetreuung organisiert  bis teilweise ca. 15.30 -16 Uhr möglich sein und so insbesondere Alleinerziehende und vollarbeitende  Familien entlastet werden. Ein warmes Mittagsessen gibt es aber nicht - dafür sollen Lunchpakete externer Caterer möglich sein.

Sonstige ausserschulische Angebote oder die Nutzung der Schulen für externe Zwecke bleiben absehbar ausgeschlossen, so der nur mündliche Bericht von Schulbürgermeisterin Stuchlik und ihrem Amtschef Maier.  

Ob der vom Kultusministerium avisierte Anteil von 20%  aller Beschulten für die Ausleihkapazitäten von Laptops/Tabletts in den Schulen wirklich ankommt - Freiburg rechnet dafür mit 2,7 -2,9Mio.€ aus den landesweit je130 Mio € Bund-Landzuschuss-  ist nicht zuletzt abhängig von der Anwendung der VergabeVO . Muss alles am Stück beschafft werden, wäre eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Hier wäre also kein Gerät vor Dezember 2020 erwartbar bzw. Februar 2021 möglich. Abgesehen davon ist der Markt für IT-Geräte aktuell eher rar bestückt.  Sicher ist nur, daß die Geräte (Schülerin)-bedarfsgerecht und nicht nach Quote pauschal (=20 %) angefordert werden kann.
Die zentralen Server des   Schulnetzes in Baden-Württemberg sind zudem schon jetzt ohnehin permanent überlastet.
Die Ausstattung der Klassen mit Infrastruktur ist - teils Schulart abhängig, teils Schulbezirks und damit Schüler*innen abhängig -höchst unterschiedlich und damit sozial diskrimnierend.  Der von allen Schulen längst durch den Schulträger  Stadt von den Schulen ABGEFRAGTE Infrastrukur Bedarf im Rahmen des vor COVID-19 Digitalpaktes sieht einen Schulnachrüstungszeitraum  für die Klassenzimmer von ca. 7 (!) Jahren vor. Die Sammelunterkünfte z.B. für Geflüchtete mit WLAN zu optimieren gehört nicht zum städtischen Plan. Bürgermeisterin  Stuchlik verweist auf Stadtteilbibliotheken.

Herrliche Zeiten im CDU MusterBildungsland Baden- Württemberg auch ganz ohne COVID-19!
Fragt sich nur wo der der Protest von Lehrenden, zu Bildenden, Eltern und Kommunen bleibt - oder ist die Sehnsucht auf Sommerferien in 6 Wochen ohnehin zu groß? 

(kmm)