Demonstrantin 10 Tage im Gefängnis: Polizeigewalt und Repression in Katalonien

Polizeigewalt und Repression in Katalonien

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Bild der Kampagne "Paula-Absolucio"
"Gegen ihre Trostlosigkeit und ihren Terror verteidigen wir das Leben" - Unterstützungskampagne für Paula
Quelle: 
Paula_Absolucio

Mitte Oktober verurteilte der Oberste Gerichtshof Spaniens 9 Unabhängigkeitspolitker- und Aktivist*innen zu 9 bis 13 Jahren Haft. Vorgeworfen wird ihnen ‘Aufstand’ und ‘Veruntreuung öffentlicher Gelder’ im Zusammenhang mit dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum am 1. Oktober 2017.

Nach dem harten Urteil kam es über mehrere Tage zu großen Protesten in Katalonien. Straßen und Schienen wurden blockiert und tausende Demonstrant*innen blockierten den Flughafen in Barcelona.

Am 18. Oktober fanden ein Generalstreik und eine große Demonstration in Barcelona statt. An der Kundgebung sollen laut Polizei ca. 525.000 Menschen friedlich teilgenommen haben. Vor dem Kommissariat der spanischen Nationalpolizei kam es dann zu Unruhen, die Polizei ging mit Schlagstöcken, Gummigeschossen und Wasserwerfer gegen die Demonstrant*innen vor. 54 Menschen wurden festgenommen und viele weitere verletzt.
Auch Paula, 23 Jahre wurde festgenommen. Freund*innen und Familie gründeten daraufhin die Unterstützungsgruppe Paula_absolucio. Unter anderem auf Twitter machten sie so bekannt, welche Polizeigewalt Paula während ihrer Haft erleben musste. Wir sprachen mit einem Mitglied der Gruppe.

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