Syrische Flüchtlinge im Hungerstreik: misshandelt von deutschen Polizisten, mittellos festgehalten in Griechenland

Syrische Flüchtlinge im Hungerstreik: misshandelt von deutschen Polizisten, mittellos festgehalten in Griechenland

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Hungerstreik am Syntagmaplatz: Die Plane zum Schutz der Protestierenden wird von Hand gehalten
Hungerstreik am Syntagmaplatz: Die Plane zum Schutz der Protestierenden wird von Hand gehalten
Quelle: 
Jürgen Weber - espresso-blog.eu

Seit dem 19. November protestieren syrische Flüchtlinge mitten in Athen, auf dem Syntagmaplatz mit einem Hungerstreik gegen ihre untragbare Lebenssituation in Griechenland und gegen das Verbot, in andere EU-Staaten weiterzureisen. Anfangs 200 Personen, wird die Gruppe der Streikenden trotz gesundheitlicher Probleme eher größer als kleiner, am 28.11. haben sie ihre Forderungen in einer schriftlichen Erklärung veröffentlicht.

Wir konnten gestern per Telefon mit einem der Protestierenden sprechen. Er hat sich vor zwei Tagen dem Hungerstreik angeschlossen. Mit dabei war der Konstanzer Journalist Jürgen Weber, der den Verlauf des Hungerstreiks vor Ort beobachtet, auf seinem Blog darüber berichtet und uns ebenfalls seine Eindrücke schilderte.

Die deutsche Mitverantwortung an der Misere kommt in den Berichten in verschiedenen Facetten zum Ausdruck: Die Flüchtlinge leiden nicht nur an der Weigerung anderer Länder, Flüchtlinge aus Griechenland und anderen Grenzstaaten weiterreisen zu lassen, sondern auch ganz direkt an Misshandlungen durch deutsche Beamte im Rahmen des Frontex-Grenzschutzes.