Donald Trump will die Freiburger Stadtbau kaufen. Mit dieser Meldung überrascht das Freiburger Mietenbündnis, genau 20 Jahre nachdem publik wurde, dass Dieter Salomomon die Stadtbau verkaufen will. Ihre Verschuldung lasse "der Stadt keine Luft mehr", begründete der damalige Grüne OB seine Pläne. Schnell gründete sich die BürgerInnen-Initiative "Wohnen ist Menschenrecht". Am 12. November 2006 stimmten bei dem von ihr initiierten Bürgerentscheid 70,5 Prozent gegen den Verkauf der Stadtbau, eine riesige Überraschung und ein bundesweites Zeichen gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums.
Als einen „Ein guter Deal für alle“ soll US-Präsident Donald Trump den Kauf der Freiburger Stadtbau GmbH jetzt bezeichnet haben.
2006 sei die Übernahme der 10.000 Freiburger Wohnungen noch an einem „fucking Bürgerentscheid“ gescheitert. Jetzt würden die deutschen Kommunen wieder jammern, sie hätten kein Geld. „That’s crazy“, kommentierte der Präsident. Geld sei genug da, alle seine Freunde seien Milliardäre! Ein paar hundert Millionen seien „peanuts!“. „Menschenrecht auf Wohnen“ oder gar das Plappern von Enteignungen, z. B. der 480.000 Vonovia-Wohnungen, sei eine „puppet show“ linksextremer Spinner.
Die Initiative Wohnen ist Menschenrecht wollte eigentlich am heutigen 1. April um 17 Uhr auf dem Ratausplatz mit Sekt auf den verhinderten Stadtbauverkauf anstoßen. Und nun? Muss Freiburg gegen Donald Trump kämpfen?
(FK)

