Unruhen in Burundi

Unruhen in Burundi

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Portrait
Sylvère Bigirimana
Quelle: 
Philipp Kilham

Die derzeitigen Straßenkämpfe in Burundi stehen in Verbindung mit den anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Juni diesen Jahres. Der amtierende Präsident Pierre Nkurunziza beabsichtigt für eine dritte Amtszeit zu kandieren.

Die Opposition sieht darin einen Verstoß gegen die Verfassung von Burundi und gegen das Friedensabkommen von Arusha. Eine Rückkehr zum Bürgerkrieg ist dabei nicht auszuschließen. Pater Déogratias Maruhukiro und Sylvère Bigirimana sprechen über die Hintergründe und möglichen Auswirkungen der aktuellen Situation in Burundi.7:58

Gestern (4.5.)  wurden nochmals 4 Personen erschossen und zirka 40 verletzt. Insgesamt sind damit bislang 12 Tote zu beklagen, seit die Demonstrationen begonnen haben (darunter zwei Polizisten und ein Soldat).

Heute Morgen hat das Verfassungsgericht dem Präsidenten Pierre Nkurunziza Recht gegeben und eine dritte Amtszeit für legitim erklärt.  Allerdings ist der Vizepräsident des Gerichtes nach Ruanda geflohen. Dem französischen Sender RFI gegenüber hat er wohl geäußert, dass die Entscheidung manipuliert worden sei. Er ist der einzige, der die Entscheidung nicht unterschrieben hat.