Völkische Siedlungsbewegung Anastasia: Treffen in Freiburg?

Völkische Siedlungsbewegung Anastasia: Treffen in Freiburg?

Laut einem RDL vorliegenden Einladungsschreiben soll am Samstag, 18. Mai, ein Treffen zur "Anastasia"-Bewegung stattfinden -  "zum kennenlernen, Vision finden und Verein gründen".

Update 13 Uhr: Wie uns das Nachbarschaftswerk soeben mitteilte, wurde die Veranstaltung abgesagt und wird in den Räumen des Nachbarschaftswerks nicht stattfinden.

Update 11 Uhr: Das Nachbarschaftswerk Haslach kündigte auf Nachfrage von RDL an, die geplante Veranstaltung zu prüfen und nicht stattfinden zu lassen, falls sie sich nicht als eindeutig unproblematisch herausstelle.

Die von einer russischen Romanserie inspirierte Siedlungsbewegung wird u. a. als völkisch, antisemitisch, verschwörungsthereoretisch und als Sekte kritisiert. Das Modell von Siedlungen aus Familienlandsitzen wird u.a. auch in Deutschland bereits angewandt. Laut dem Magazin Kontraste gibt es in der Bundesrepublik inzwischen 17 Anastasia-Siedlungen. Die Siedler*innen hielten ihre politische Position zwar geheim, seien aber weit im rechten Spektrum verortet und vernetzt, so die Recherchen. Der deutschsprachigen Anastasia-Website "Familienlandsitz" zufolge existiert auch im Markgräflerland ein der Anastasia verbundener "Landsitz".

In Freiburg lud eine Einzelperson zu dem Treffen ein, mit dem Wunsch, Gleichgesinnte für ihre "Vision" der Anastasia-Siedlung zu finden. Das Treffen sollte der Einladung zufolge am Samstag, den 18. Mai von 11 - 17 Uhr im Haslacher Stadtteiltreff im Melanchtonweg stattfinden.