Vorstellung des Gesamtprojekts: Warming up: Viola Hasselberg und Jonas Görtz über Eurotopia und das "Europäische Hinterzimmer"

Warming up: Viola Hasselberg und Jonas Görtz über Eurotopia und das "Europäische Hinterzimmer"

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Quelle: 
velvet.ch

Wie kann man Europa erzählen, demaskieren, zertrümmern, um es wieder neu zusammenzusetzen? Kann Europa angesichts seines aktuellen politischen Versagens, ökonomischer Stagnation und seiner Verwicklung in uns immer weiter einholende Kriege zu einem Labor werden für neues Zusammenleben? Wir brauchen Argumente quer durch Staaten, Milieus, Köpfe. Wieviel kollektive Einbildungskraft bringen wir noch auf jenseits eines ökonomisch bürokratischen Regelwerks? Das Theater Freiburg hat renommierte internationale Theaterkünstler aus Belgien, der Türkei, dem Kongo, der Schweiz und Deutschland eingeladen, ihr persönliches, radikales Statement zu Europa zu formulieren. Diese Statements treffen an einem Abend auf der großen Bühne aufeinander. Die eingeladenen Künstler haben alle einen ganz spezifischen Bezug zu Europa, sie werden im Vorfeld der Produktion ausschwärmen im zeitlichen und räumlichen Sinn, reisen und verweilen, sie werden rücksichtslos Erfahrungen sammelnund Regeln brechen. Sie machen eine Kurzoper, Lecture Performances, Choreografien, künstlerische Videodokumentationen oder rasende Monologe. Am Ende entsteht eine leidenschaftliche Vermessung der Utopie: An welchem Haus können wir bauen, was kann Europa sein?

Bereits parallel zu den Proben für »Eurotopia« installiert das Theater Freiburg in der Kammerbühne das »Europäische Hinterzimmer«, präsentiert Bonusmaterialien der vielfältigen dokumentarischen Recherchen, politische Debatten, Geheimverhandlungen mit Künstlern, offene Proben, inszenierte Plebiszite und das eigentlichePokerspiel um »Eurotopia«.

Ein Gespräch mit der Dramaturgin Viola Hasselberg und dem Dramaturgen Jonas Görtz