Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass sind Grundbestand moderner Gesellschaften, doch zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung wurden sie erst ab den 1920er Jahren. Auf Einladung des ça ira-Verlages wird Florian Hessel (Sozialwissenschaftler und Publizist, Hamburg) einige Stränge der Entstehung, Formation und Überlieferung der Soziologie aufgenommen: von Europa nach Amerika, aus dem langen 19. Jahrhundert ins kurze 20. Jahrhundert, zwischen »traditionalen« und Einwanderungsgesellschaften.
Wissenschaftssoziologisch, historisch und gesellschaftstheoretisch wird sich der Frage angenähert, warum, wo und in welcher Form das Ressentiment in der rationalistischen Wissenschaft der Selbstbeobachtung bürgerlicher Gesellschaft so spät entdeckt wurde.
Radio Dreyeckland führte ein Vorabgespräch über die Themen, die bei seinem Vortrag weiter vertieft und erklärt werden. jk
Veranstaltung:
Die Entdeckung der Vorurteilsforschung
Do. 12. 2. 26, um 19 Uhr
Günterstalstr. 37, im Hinterhof, 1. OG
(Büro des ça ira-Verlages)
