Unbroken gibt bislang ungehörten Geschichten eine Stimme und beginnt dort, wo Erinnern schmerzt. Im Mittelpunkt stehen fünf Menschen, deren Leben von Verfolgung geprägt und von Menschlichkeit getragen wurden: Otto Rosenberg, Walter Winter, Else Baker, Alfreda 'Noncia' Markowska und Johann 'Rukeli' Trollmann. Ihre Biografien führen von den Anfängen des Nationalsozialismus über den Holocaust bis in die Jahre danach, in denen Ausgrenzung fortwirkte und Anerkennung ausblieb. Ein berührender Anime-Film lässt diese Lebenswege lebendig werden, die begleitende digitale Lernwelt eröffnet neue Zugänge und lädt zum Weiterdenken ein. Unbroken wurde von Beginn an partizipativ mit Sinti und Roma verschiedener Generationen entwickelt. Eine Einladung, mitzuerleben, zu entdecken und zu verstehen, wie diese Geschichten bis in unsere Gegenwart hineinwirken.
Mit "Unbroken - The Song of Survivors" kommt gegen Ende des Jahres ein Anime-Musical über die Verfolgung der Sinte*zze und Rom*nja heraus mit Stimmen und Perspektiven aus der Minderheit. Wir sprachen über das Projekt mit Atiđe (Projektmanagerin) und Sefora (social media Beauftragte).
Der Münchner Verein RomAnity e.V. kommentiert zu seinem Projekt: "[Bei Unbroken] handelt es sich um ein multimediales Bildungsprojekt, das die Geschichten von Sinti und Roma erzählt, deren Leben von Verfolgung, Überleben, Mut und Menschlichkeit geprägt war. Es macht sichtbar, was in Europa lange verdrängt wurde, und bringt Perspektiven in den Mittelpunkt, die selbst in der heutigen Geschichtsvermittlung häufig noch zu kurz kommen. Gerade heute, in einer Zeit, in der antiziganistische Ressentiments und rechte Strömungen wieder an Stärke gewinnen, setzt Unbroken ein bewusstes Gegennarrativ: ein Projekt, das Empathie fördert, Wissen vermittelt und historische Verantwortung greifbar macht. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde Unbroken finanziell durch die Stiftung EVZ ermöglicht und in enger Zusammenarbeit mit der Community entwickelt."
"Was, wenn Erinnerung nicht im Archiv verstaubt, sondern auf der Leinwand lebendig wird? Was, wenn Sinti und Roma ihre Geschichte selbst erzählen – kraftvoll, kreativ und unüberhörbar? Doch Unbroken ist mehr als ein Film – es ist Teil eines größeren Bildungsprojekts (gefördert von der Stiftung EVZ). Ziel ist es, Lehrkräften das Thema Holocaust an Sinti und Roma endlich zugänglich zu machen. Die dazugehörige Lernplattform fühlt sich durch ihr interaktives und erzählerisches Design eher an wie ein Videospiel als wie Schule an. Sowohl der Film, als auch die Lernplattform können direkt und ohne Vorwissen im Unterricht eingesetzt werden." (Frauenfilmfest)

