40 Nazigewaltopfer im Juni 14 - 159 antisemitische Taten im 2.Quartal

40 Nazigewaltopfer im Juni 14 - 159 antisemitische Taten im 2.Quartal

Zwar sind die polizeilichen Kriminalstatistisken schon generell mit Vorsicht zu geniessen. Abgesehen davon, daß nur -hier oft durch Eigenanzeige - notierte Verdachtsfälle erhoben werden! Ihre statistische Erhebung dient nur zu oft den selbstlegitamorischen Bedürfnissen des polizeilichen Apparates und dessen Führungskadern bereits ab der mittlerer Führungsebene. Erst recht gilt diese Einschränkung auf der Basis der politischen Tätigkeiten der Polizeiführungen. Am systematischen Vorurteil der hierarchischen wie durch und durch antilinken Polizeiführungen, die zugleich eine systematische Geringschätzung des Mord- und Terrorpotentials der rechten Kader nachweislich an den Tag gelegt  haben, hat sich bis heute nicht wesentlich geändert.

Die Linken MdB, Ulla Jelpcke, kommt auf eine mittlerweile kontinuierliche Erfragung der polizeilich erfaßten NAZITATEN auf Monatsebene. Diese weisen nach wie vor beträchtliche Differenzen zu den wesentlich höherliegenden Opferstatistiken der antirassistischen und antinazistischen Beratungsstellen aus.
Zudem beweisen sie aber auch, daß entgegen dem gemeinen bürgerlich-liberalen Vorurteil die Hauptlast der Opfer von Nazigewalt ohnehin in den westlichen Bundesländern zu suchen ist: Allein 24 der 40 Opfer von nazistisch motivierter Gewalt im Juni 2014 sind in Nordrhein-Westfalen zu finden. Dreimal soviel wie im gesamten Osten. Hamburg kommt im Juni auf genausoviel rechte Gewaltopfer wie Sachsen, Rheinland-Pfalz wie Mecklenburg-Vopommern. Ein weiterer Irrtum scheint das Überwiegen nazistischer Hasskriminalität - antisemitisch(3)  und "fremdenfeindlich"(15). Die Mehrzahl scheint vielmehr gegen politische Gegner und einfach nur Schwächere zu gehen.

Eine hochgradig interessante Beweiskraft für die vorsätzliche  Rechts-Blindheit und Anti-Links-Ressentiments der deutschen Polizeiführungen offenbart eine einst rein CDU jetzt großkoalitionäre Anfrage: Sie will nämlich für Juni mehr Gewalttaten von links - 41 zu 30 - denn rechts ausgemacht haben.
Fakt aber ist, daß bei den 41 Gewaltatten es links nur 10 Verletzte, davon 7 - oft dienstbefreiende -Eigenmeldungen der Polizei und drei reklamierte Rechte gegeben haben soll. Insofern offenbart diese Statistik, die nicht verdecken kann, daß sie aus dem Polizeischutz für Nazi- und andere rechte (z.b. reaktionärklerikale) Aufmärsche resultiert, etwas ganz anderes: Sie kündigt  wesentlich mehr über die Gewaltförmigkeit dieses polizeilichen Nazisaufmarschschutzes - selbstverständlich gegen links.

Unstrittig ist nur, daß die polizeilich erfassten antisemitischen Straftaten des 2. Quartals nahezu ausschließlich den Nazis zu zu rechnen sind: 151 von 159, drei mit Gewaltopfern.(kmm)

rechte Gewalt Juni 2014
antisemitisch im 2.Quartal
Groko malt links gleich rechts