"Die Gerechtigkeit wurde hergestellt!": 76 Jahre Haft für die Auftraggeber des Mordes an Marielle und Anderson

76 Jahre Haft für die Auftraggeber des Mordes an Marielle und Anderson

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Marielle Franco mit vor dem Bauch verschränkten Armen in beiger Lederjacke mit großen roten Ansteckern an der Brust schaut herausfordernd in die Kamera (in schwarz-weiß)
Marielle Franco
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Mídia Ninja via Wikipedia

Das steht im Rundbrief der sozialistischen Partei Brasiliens PSOL vergangenen Samstag: „Der Oberste Gerichtshof ist sich einig – der Gerechtigkeit wurde Genüge getan! Es löscht nicht das brutale Verbrechen aus, das an Marielle und Anderson begangen wurde. Es bringt sie auch nicht zu uns und ihren Lieben, Freund*innen, Kolleg*innen und Familienangehörigen zurück. Aber es ist endlich eine Antwort Brasiliens auf die militärischen und kriminellen Aktivitäten, die die Politik in Rio de Janeiro und vielen anderen Orten des Landes beherrschen. Es stärkt die Demokratie in einem Land, das zu den Ländern mit den meisten Morden an Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit gehört“, heißt es in dem social media Kanal der Partei. Marielle Franco war eine queere Schwarze Abgeordnete der PSOL in Rio de Janeiro. Zusammen mit ihrem Fahrer Anderson Gomes wurde sie am 14. März 2018 vor ihrem Haus ermordet. Bislang wurde angenommen, dass es sich dabei um einen Auftragsmord handelte, die Drahtzieher wurden jedoch bislang nicht ausfindig gemacht; die Ermittlungen unter der Regierung des Faschisten Jair Bolsonaro verschleppt. Der Ex-Polizist und mutmaßliche Täter Ronnie Lessa wurde bereits 2019 verhaftet und am 31. Oktober 2024 zu einer Haftstrafe von 78 Jahren und neun Monaten verurteilt. Der Fahrer des Tatfahrzeugs Élcio Queiroz wurde zu 59 Jahren und acht Monaten verurteilt.

Der Oberste Gerichtshof hat nun die Verurteilung der Brüder Domingos und Chiquinho Brazão, des ehemaligen Chefs der Zivilpolizei von Rio de Janeiro, Rivaldo Barbosa, des Majors der Militärpolizei Ronald Alves de Paula und des ehemaligen Militärpolizisten Robson Calixto beschlossen. Die Strafen belaufen sich auf insgesamt 76 Jahre Haft.


(dm)