When They See Us: Alice Hasters über das rassistische Justizsystem der USA

Alice Hasters über das rassistische Justizsystem der USA

Rassismus in den USA

Rassismus in den USA
Rassismus in den USA
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When They See Us: Wenn sie uns sehen

So heißt die Ende Mai 2019 erschienene Netflix-Serie, die insbesondere in den USA für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. In nur vier siebzigminütigen Folgen wird die, auf wahren Begebenheiten beruhende, Geschichte von 5 Jungen im Alter von 14 bis 16 erzählt. Sie alle sind BPoC, ein Begriff, der Black People und People of Colour zusammenfasst. Besagte Jugendliche wurden im Jahre 1989 der brutalen Vergewaltigung einer 28-jährigen, weißen Frau im New Yorker Central Park bezichtigt und trotz wackeliger Beweislage zu Haftstrafen über 7 bis 13 Jahre verurteilt. Die Medien gaben ihnen den Titel „The Central Park 5“. 2002 wurden die Jugendlichen aufgrund eines Geständnisses des tatsächlichen Täters von ihrer Schuld freigesprochen und erhielten eine Entschädigungssumme von etwa 41 Millionen Dollar. Warum dieser Fall nicht nur das Ergebnis von nachlässig geführten Ermittlungen ist, sondern auch tief in das rassistische Justizsystem der U.S.A blicken lässt, davon erzählte Alice Hasters, Journalistin und Buchautorin mit amerikanischem Hintergrund am vergangenem Donnerstagabend bei einem Vortrag zur Serie im Freiburger Carl-Schurz-Haus.