Ciao Walter

Ciao Walter

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Im Freundschaftshaus - Nicht nur dort gemeinsame Geschichte von links unten gebürstet
Quelle: 
Meinrad Schwörer /BUND

Ciao Walter

Als im Januar Meinard Schwörer von Weggefährten, Feunden und Angehörigen beim letzten Gang begleitetet wurde, war es natürlich Walter, der um die Rolle Meinrads gerade auch zu den deftigen Liedern aus den Dörfern in den Bauernkriegen und ihren Bezügen zu der Anti-AKW-Bewegung, dem Kraftwerk aus der Mitte der Bevölkerungen dies und jenseits des Rhein zu erzählen wusste. Ganz selbstverständlich ging es auch um andere Freunde aus Paris, die beim Anschlag auf Charlie Hebdo gemordet worden waren. Denn Walter war bis zu seinem Ende der, den die Konservativ-Reaktionären immer noch hasserfüllt einen 68er nannten und mit aller Inbrunst verfolgen konnten: raus aus dem SWF, dem SWR Vorläufer z.B.. Spielverbote on air seiner Lieder und Verfolgung der Unbotsamen, die es zu ignorieren wagten. (Schäuble marschierte dabei nur allzu oft vorne weg!)

68 er das heisst auch und gerade konsequent international zu denken und zu handeln- weit vor dem dernier crie „Global denken, lokal ....“ Egal ob der US-Amerikaner Pete Seeger, Companero Hugo Riveros , Tonio Pflaum, Jean Cabut oder Wolinski, bis hin in zu den Freunden in der Ukraine.

68 er hiess hier auch: gegen jeden Antisemitismus erst recht in den eigenen Bewegungen („Pfahl im Lös“) ohne zugleich einen im besten Sinne militanten Antimilitarismus zu verschmähen.

Zu einem 68 bis zum Schluss gehört auch, die Streitlust nicht nur mit den herrschenen Gegnern sondern auch mit dem im eigenen „Lager“ insbesondere seinen maoistischen oder Moskau nahen Splittern zu kultivieren. Seien es Angehörige oder Weggefährten. (Oft war er nach meinen Geschmack auch zu mild mit zu vielen in SPD und Grünen)

Nun hat ihn also dieser verfluchte Kehlkopfkrebs ein zweites Mal nicht in Ruhe gelassen. So werden Walters Störung en nicht nur ich missen müssen!

Michael M.

Ein bischen von und über Walter auf RDL:https://rdl.de/suche?text=Mossmann
In der Sendung "Keine Heimat" am Freitag von 15 - 16 Uhr wird Christian Rath Musik von Walter Mossmann spielen und die Sendung dann am Dienstag von 15 bis 16 Uhr wiederholen.

Für die, die es übrigens nicht wussten. Radio Verte/Radio Dreyeckland  ist ohne Walters Impulse wie Kritik - wie vieles andere in der Region -  nicht zu denken bzw. auf die Beine gekommen.