Internationaler Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes: Das Saatgut nicht den Konzernen überlassen

Das Saatgut nicht den Konzernen überlassen

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Saatgut
Kauft Bayer Monsanto, wird der Zugang zu vielfältigem Saatgut immer weiter eingeschränkt.
Quelle: 
Arn https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Semences_de_diff%C3%A9rentes_esp%C3%A8ces.jpg

Vor genau 22 Jahren, am 17. April 1995 blockierten Aktivist*innen der Landlosenbewegung in Brasilien eine Autobahn, um für eine solidarische Agrarreform zu protestieren. Die Militärpolizei schlug die Proteste blutig nieder. 22 Menschen wurden getötet, 69 zum Teil schwer verletzt. In Gedenken an diesen Tag hat das internationale Netzwerk von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, La Via Campesina, den 17. April zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes erklärt. Aktuell stehen kleine Landwirtschaftliche Betriebe wenigen riesigen Agrarunternehmen gegenüber, die den Markt für Saatgut und Agrarchemie unter sich aufteilen. Die Situation verschärft sich nun noch weiter, wenn der Chemiekonzern Bayer wie geplant das Saatgutunternehmen Monsanto kauft. Über den Kampf um Saatgut haben wir mit Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft gesprochen.