Um Merkmale und Hintergründe von Feminiziden zu erhalten wertete eine Forschungsgruppe aus den Bereichen Kriminologie, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaften alle frauenbezogenen polizeilichen Akten aus dem Jahr 2017 aus 5 Bundesländern* aus und präsentierte letztes Jahr im November die Ergebnisse unter dem Titel "Femizide in Deutschland". Anzumerken ist, dass die direkte Teilhabe von an Femizid oder sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen an der Forschung bzw. an der Konzipierung der Studie fehlt (Stichwort Disability studies). Bei der Interpretation der ausgewerteten Daten und in der Studie konstruierten Bildern ist das mitunter mitzubedenken. Der Mehrwert der Studie besteht in der Informationstiefe. Da 133 Femizide umfangreich ausgewertet worden sind, konnten eindeutige Muster und Differenzierungen ausgemacht werden. Die Betroffenen wurden nicht nur als eine Zahl betrachtet, sondern die komplexen Lebensumstände wurden miteinbezogen.
Im Beitrag zu hören sind Linda und Sabine wie sie sich im Flinta* Morgenradio das Interview mit Paulina Lutz anhören und im Nachgang teilweise einordnen.
*Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und ausgewählte Städte in Nordrhein-Westfalen
https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/1723...

