Apropos Dieter Nuhr: Der Satiriker, der berechtigte Kritik gelöscht haben will

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Der Satiriker, der berechtigte Kritik gelöscht haben will

Nicht alles eignet sich gleichermaßen zur Satire, insbesondere nicht ein so ernstes Thema wie Femizide. Trotzdem wollte der Kabarettist Dieter Nuhr woke Betroffenheit und ihre Verallgemeinerungen auch in diesem Falle anhand zweier Artikel aufspießen. Das war schon in mancher Hinsicht problematisch, doch am Schluss gab er dann noch den Frauen eine Art Mitschuld, weil sie ihre Partner nicht erst gründlich kennengelernt hätten. Nun hat Nuhrs Firma noch versucht, die Löschung eines Kommentars zu erreichen, der genau diesen Zusammenhang in aller Deutlichkeit kritisierte. Ein Satiriker, der dem woken Pack sonst unerbittlich mit seinen zugespitzten Pointen auf den Leib rückt - und so auch den politischen Zeitgeist von rechts gewollt oder ungewollt verstärkt - will Kritik an sich einfach gelöscht haben. Pressefreiheit, ja bitte, aber nur so lange man selbst nicht kritisiert wird. Man kennt das auch von anderen.

Anmerkung: Anders als versehentlich zunächst gesagt, nannte Nuhr nicht die Zahl von "300 bis 500" Femiziden pro Jahr, sondern "300 bis 350". Im Audio wurde das korrigiert. jk

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jk