Ausbeutung von WissenschaftlerInnen an Universitäten und Hochschulen: Der ständige Druck, die eigene Finanzierung zu sichern: Akademische Arbeit in Deutschland

Der ständige Druck, die eigene Finanzierung zu sichern: Akademische Arbeit in Deutschland

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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universität Freiburg
Quelle: 
Chalco, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Universit%C3%A4t_Freiburg_Kollegiengeb%C3%A4ude_I_%28Altbau%29.jpg

Die Exzellenzinitiative endet 2017 - und damit auch die Milliarden, die in Deutschland für Forschung zusätzlich investiert wurden. Man könnte meinen, das bedeutet für die betroffenen WissenschaftlerInnen fortan prekäre Arbeitsbedingungen, unsichere Stellen und zu wenig Geld.

Tatsächlich aber, so Tilman Reitz, hat die Exzellenzinitiative die ohnehin schon schwierigen Beschäftigungs- und Arbeitsverhältnisse für WissenschaftlerInnen nur bestätigt. Bereits vor Beginn gab es einen Trend hin zur Projekt- und Drittmittelförderung, Dauerstellen wurden abgeschafft und Anstellungen sowie Forschung 'flexibilisiert'.

Die Grundfinanzierung der Universitäten und Hochschulen stärken und Dauerstellen für Daueraufgaben schaffen - das sind laut Reitz die zwei der wichtigsten politischen Mittel gegen die Prekarisierung akademischer Arbeit.

Tilman Reitz ist Professor für Soziologie an der Universität Jena und Sprecher der Initiative Exzellenzkritik. Mit ihm haben wir über die Ausbeutung von akademischer Arbeit in Deutschland gesprochen.