EU-Plastikverbot in den Verhandlungen: "Die Industrie muss sich an den Kosten beteiligen"

"Die Industrie muss sich an den Kosten beteiligen"

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Plastikmüll im Meer (Dronepicr)
Quelle: 
Wikimedia Commons

Ende Oktober hat das Europäische Parlament beschlossen, dass bestimmte Plastikprodukte in der EU verboten werden sollen. Dazu gehören unter anderem Strohhalme oder Wattestäbchen, also Produkte, die nur ein einziges Mal verwendet werden und dann im Müll landen. Außerdem soll die Recyclingquote von Plastikflaschen auf 90% steigen.

Zusätzlich zum Vorschlag der Kommission aus dem Frühling will die Mehrheit der Abgeordneten, dass weitere Produkte auf der Verbotsliste landen, zum Beispiel leichte Plastiktüten. Trotzdem übten Umweltschutzorganisationen Kritik am Vorschlag: Die Definition von Einwegplastik sei zu eng gefasst und lasse viele genauso umweltschädliche Produkte außen vor.

Im Moment wird über den Vorschlag des Parlaments verhandelt, denn neben dem Parlament müssen auch die Kommission sowie der Ministerrat dem Gesetzestext zustimmen. Ob dabei der Zeitplan bis 2021 und alle Vorgaben letztlich in der Richtlinie landen, ist noch nicht ausgemacht.

Radio Dreyeckland hat letzte Woche mit dem EU-Abgeordneten Jo Leinen von der Fraktion der Sozialdemokraten gesprochen.