Mord an Daphne Caruana Galizia: "Die maltesische Regierung muss sich aus den Ermittlungen raushalten"

"Die maltesische Regierung muss sich aus den Ermittlungen raushalten"

800px-Great_Siege_Monument_and_temporal_Daphne_Caruana_Galizia_Monument_04.jpg

Mahnmal für Daphne Caruana Galizia in Valetta (By Continentaleurope CC BY-SA 4.0)
Quelle: 
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64481587

Nach zwei Jahren sehr schleppender Ermittlungen ging es Mitte November plötzlich ganz schnell: Ein wegen eines anderen Delikts verhafteter Mann gestand, den Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia organisiert zu haben. Und: Er nannte einen mutmaßlichen Hintermann der Tat, den maltesischen Geschäftsmann Yorgen Fenech. Am Samstag wurde Fenech wegen Mittäterschaft am Mord an der Journalistin angeklagt, seine Verbindungen in die Regierung in Valetta werden derzeit untersucht. Mittlerweile ist nicht nur der Tourismusminister zurückgetreten, auch Premierminister Joseph Muscat hat seinen Rückzug Mitte Januar angekündigt. Der Stabschef des Noch-Premiers wurde von der Polizei verhört, er ist mutmaßlich in eine Korruptionsaffäre rund um Fenech verwickelt. Genau in dieser Affäre recherchierte auch Caruana Galizia vor ihrem Tod.

Über den aktuellen Stand und die Pressefreiheit in Malta sprachen wir mit Scott Griffen vom International Press Institute.