Flüchtlingen droht lebenslange Haft, weil sie gegen unmenschliche Behandlung revoltierten

Flüchtlingen droht lebenslange Haft, weil sie gegen unmenschliche Behandlung revoltierten

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Demonstration der fremdenfeindlichen ATAKA-Partei in Bulgarien
Quelle: 
Wikipedia, Lizenz siehe hier: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Meeting_of_PP_ATAKA_02.jpg

Im Jahr 2016 wurde über das größte bulgarische Flüchtlingslager in Harmanli willkürtlich eine Quarantäne verhängt, die zu untragbaren Zuständen führte. Als einige Lagerinsassen revoltierten antwortete die Polizei später, indem sie die Flüchtlinge in ihren Unterkünften zu hunderten schwer verprügelte, ein Fünfzehnjähriger fiel darauf mit gebrochenem Schädel ins Koma. Nun stehen 10 Flüchtlinge in Bulgarien vor Gericht. Sie werden von zweifelhaften Pflichtverteidigern vertreten, UnterstützerInnen werden eingeschüchtert, es drohen lebenslange Haftstrafen. Radio Dreyeckland sprach mit Irina Borova, die versucht, die Flüchtlinge in Bulgarien zu unterstützen.

 

Korrektur: In der Übersetzung heißt es, dass der Aufruhr "bei Nacht" stattfand (overnight). Es sollte heißen, dass der Aufruhr "plötzlich", "unerwartet" geschah.