Frankreich verhängt Steuer auf Internetfirmen, USA drohen mit Vergeltung

Frankreich verhängt Steuer auf Internetfirmen, USA drohen mit Vergeltung

Nach der Nationalversammlung hat gestern auch der französische Senat einer Steuer auf Internetfirmen zugestimmt, die keinen Sitz in Frankreich haben, aber an Verkäufen in Frankreich verdienen. Die Steuer beträgt 3 % und wird erst ab einer bestimmten Größe der Firma und ihres Verkaufsvolumens in Frankreich erhoben. Die Steuer gilt rückwirkend ab 1. Januar 2019.

 

Bisher zahlen die Firmen nur in Ländern, in denen sie einen Firmensitz haben Steuern. Also siedeln sie sich in Ländern an, die wenig Steuern verlangen. Unter dem Strich verdienen diese Länder trotz niedriger Sätze an der Ansiedlung der Technologiefirmen und blockieren eine Steuer für alle EU-Länder. Deshalb war eine Regelung auf EU-Ebene am Widerstand Irlands, der Tschechischen Republik, Finnlands und Schwedens gescheitert.

 

Betroffen sind hauptsächlich US-Firmen wie Apple, Amazon, Facebook und Microsoft. Entsprechend warf ein Vertreter der Trump-Regierung im Vorfeld der Entscheidung Frankreich die Diskriminierung von US-Firmen vor. Die USA wollen dazu eine Untersuchung durchführen und eventuell Strafmaßnahmen gegen Frankreich verhängen.