"Ein gesellschaftlicher Bruch, der verbindet": Frauen*streik und aktuelle feministische Kämpfe in Italien

Frauen*streik und aktuelle feministische Kämpfe in Italien

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Kundgebung am 8. 2. 2019 in Bologna als Aufruf zum 8. März
Quelle: 
zic.it

In Italien findet der Frauen*streik dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt. Ein Fokus liegt auf der Beteiligung migrantischer Arbeiterinnen, die nicht zuletzt durch die neuen Gesetze, die Rassismus mit Kriminalisierung von Arbeitskämpfen verbinden, in immer prekärere Lagen gebracht wurden. Aber auch die geplante Reform des Familienrechts im "Gesetzentwurf Pillon" ist umstritten: Sie errichtet Hürden gerade für ökonomisch benachteiligte Frauen, sich von gewalttätigen Ehemännern zu trennen. Ein weiteres heißes Thema sind die Femizide, bei denen Frauen als Frauen Mordopfer werden. Im Kampf für eine Anerkennung des Problems und den Kampf dagegen ist insbesondere die Bewegung "Non una di meno". Wir haben über diese aktuellen Themen und Kämpfe im italienischen Feminismus und natürlich den Frauen*streik mit Paola Rudan von der Gruppe "∫connessioni precarie" gesprochen, die Prekarisierungsprozesse in Italien und weltweit analyisert und sich mit der Bedeutung des transnationalen Frauen*streiks intensiv auseinandergesetzt hat.